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Unterzeichnung des ''Gemengepakts vum interkulturellen Zesummeliewen'' durch die Gemeinde Betzdorf
Am Montag, dem 9. Februar 2026, fand die Unterzeichnungszeremonie des "Gemengepakt vum interkulturellen Zesummeliewen" (kommunaler Pakt für interkulturelles Zusammenleben) zwischen der Gemeinde Betzdorf und dem Minister für Familie, Solidarität, Zusammenleben und Unterbringung von Flüchtlingen, Max Hahn, in Anwesenheit des Präsidenten des SYVICOL, Emile Eicher statt.
Mit der Unterzeichnung des "Gemengepakt" hat sich die Gemeinde Betzdorf zu einem mehrjährigen partizipativen Prozess verpflichtet, dessen Schwerpunkte der Zugang zu Informationen, die Beteiligung aller Personen, die auf ihrem Gebiet wohnen oder arbeiten, sowie die Bekämpfung von Rassismus und jeder Form von Diskriminierung sind.
Minister Max Hahn lobte das Engagement der Gemeinde Betzdorf für das interkulturelle Zusammenleben und würdigte die bereits geleistete Arbeit. Er betonte, dass die Unterzeichnung des "Gemengepakts" eine Gelegenheit darstelle, dieses Engagement durch die Entwicklung konkreter Maßnahmen fortzusetzen und zu verstärken, die das Zugehörigkeitsgefühl und die Teilhabe der Einwohner und Einwohnerinnen am sozialen, kulturellen und politischen Leben auf lokaler Ebene fördern. Der Minister erinnerte auch an die von seinem Ministerium angebotene Unterstützung und die Bedeutung des Austauschs zwischen den unterzeichnenden Gemeinden, um das gegenseitige Lernen und den Austausch bewährter Praktiken zu fördern.
Der "Gemengepakt" (kommunaler Pakt des interkulturellen Zusammenlebens)
Mit dem Gesetz vom 23. August 2023 über das interkulturelle Zusammenleben wurde der "Gemengepakt" (kommunaler Pakt für das interkulturelle Zusammenleben) geschaffen, der zur Umsetzung des interkulturellen Zusammenlebens auf lokaler Ebene beiträgt.
Seit Inkrafttreten des Gesetzes über das interkulturelle Zusammenleben am 1. Januar 2024 haben 53 Gemeinden den "Gemengepakt" unterzeichnet.
Der "Gemengepakt" ist in thematische Zyklen angelegt, die in fünf Schritten ablaufen:
- Politisches Engagement
- Bestandsaufnahme
- Bürgerworkshops, die konkrete Maßnahmen ausarbeiten
- Einführung konkreter Maßnahmen
- Bewertung der geleisteten Arbeit
Die Umsetzung des "Gemengepakt" wird eng vom Ministerium für Familie, Solidarität, Zusammenleben und Unterbringung von Flüchtlingen, seinen Vertragspartnern ASTI und CEFIS sowie fünf Berater und Beraterinnen für interkulturelles Zusammenleben begleitet. Letztere stellen ihr Fachwissen zur Verfügung und transportieren bewährte Praktiken zwischen den teilnehmenden Gemeinden. Andere Partner, insbesondere lokale Akteure, sind aufgerufen, sich an der Gestaltung und Umsetzung des interkulturellen Zusammenlebens auf dem Gebiet ihrer Gemeinde zu beteiligen.
Im Rahmen des "Gemengepakt" können den Gemeinden verschiedene Hilfen gewährt werden:
- ein jährlicher Zuschuss von höchstens 30.000€ pro Gemeinde für die Kosten eines Koordinators oder einer Koordinatorin für den kommunalen Pakt,
- ein jährlicher Zuschuss von 3.000€, 5.000€ oder 8.000€ zur Deckung der Kosten für die Umsetzung des "Gemengepakt" (abhängig von der Anzahl der Gemeinderäte) und
- ein jährlicher Zuschuss von 5€ für jeden Einwohner der Gemeinde und jeden grenzüberschreitenden Arbeitnehmer, dessen Arbeitsort sich in der Gemeinde befindet und der·die zum 31. Dezember des laufenden Jahres am Bürgerpakt teilnimmt.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website gemengen.zesummeliewen.lu oder indem Sie eine E-Mail senden an gemengen.zesummeliewen@fm.etat.lu
Pressmitteilung des Ministeriums für Familie, Solidarität, Zusammenleben und Unterbringung von Flüchtlingen und des Syndicat des villes et communes luxembourgeoises (SYVICOL)