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Demenz anders betrachten
Eine Demenzerkrankung kann das Gedächtnis, die Orientierung oder bestimmte alltägliche Handlungen beeinträchtigen. Doch sie definiert nicht den Menschen.
Trotz der Beeinträchtigungen bleiben Fähigkeiten, Emotionen, Gewohnheiten, Leidenschaften und Momente der Verbundenheit erhalten. Eine vertraute Bewegung kann ganz selbstverständlich wiederkehren. Einige Gitarrenakkorde können plötzlich wieder präsent sein. Ein vertrauter Zeichenstrich kann erhalten bleiben, auch wenn die Erinnerung manchmal verschwimmt.
Der Mensch ist immer noch da.
Anlässlich des Welt-Alzheimertages am 21. September startet das Ministerium für Familie, Solidarität, Zusammenleben und Unterbringung von Flüchtlingen eine landesweite Sensibilisierungskampagne. Ziel ist es, zur Entstigmatisierung von Demenzerkrankungen beizutragen und den Blick auf Menschen, die mit einer Demenzerkrankung leben, zu verändern.
Anhand einfacher Alltagssituationen zeigt die Kampagne, was über die Diagnose hinaus bestehen bleibt.
Fernand verliert manchmal den Faden seiner Gedanken, findet aber die Akkorde auf seiner Gitarre wieder. Christines Erinnerung kann manchmal verschwimmen, doch ihre vertrauten Bewegungen und ihr Zeichenstrich bleiben erhalten.
Diese Momente laden uns dazu ein, über die Beeinträchtigungen hinauszublicken und zuerst den Menschen zu sehen: seine Fähigkeiten anzuerkennen, seine Selbstständigkeit zu respektieren und ihm weiterhin zuzuhören, ihn zu begleiten und wertzuschätzen.
Denn eine Demenzerkrankung verändert manches, aber sie löscht den Menschen nicht aus.
Weitere Informationen zu den verschiedenen Demenzformen, zur Prävention sowie zu Fragen rund um Gedächtnisstörungen finden Sie zusammen mit hilfreichen Hinweisen und weiterführenden Angeboten auf www.demenz.lu.